Geschichte des Tätowierens
Die Kunst des Tätowierens ist über unseren gesamten Planeten verteilt.
Der Begriff des Tätowierens oder auch Tatuauieren genannt, leitet sich von dem
polynesischen Wort "tautu" ab, was soviel wie Zeichen bedeutet.
So unterschiedlich sich die menschlichen Kulturen entwickelt haben, so entstanden
auch ihre unterschiedlichen Motive und deren individuelle Bedeutung.
So ist z.B. der älteste tätowierte Mensch der je gefunden wurde, der allerwelt bekannte Özi
mit einem stolzen Alter von ca. 5000 Jahren.
Richtig aktuell jedoch wurde das Tätowieren in Europa erst vor ca. 50-80 Jahren.
Jedoch schon vorher brachte Kapitän Cook einen tätowierten Tahitianer und damit
auch den längst vergessenen Körperschmuck zurück nach Europa.
Anfangs waren Tattoos nur unter Seeleuten zu finden.
Die Professionalität des Tätowierens war zu dieser Zeit noch nicht so weit fortgeschritten
und so wurden den Seeleuten damals mit selbst zusammengebauten Tätowiermaschinen
die altbekannten Motive wie Anker, Schiff oder eine nackte Frau auf den Körper tätowiert.
Die Kunst des Tätowierens hat sich jedoch wesentlich weiter entwickelt und so gibt es heute
kaum noch Grenzen in der Motivwahl oder der Stilrichtung.
Tätowiert wird heutzutage unter höchsten hygienischen Bedingungen.
Die Tattoomaschine führt eine Nadelstange, welche mit bis zu 6000 Stichen pro Minute
das gewünschte Kunstwerk unter die Haut sticht. Jedoch ist das Tätowieren nicht die einzige
heutzutage moderne Art der Körpermodifikation.
Ebenfalls zu erwähnen, wären die neuhervorgegangenen Körperkults wie Piercing (engl. durchbohren)
Branding (engl. verbrennen) und Cutting (engl. zerschneiden).
Eines haben alle diese Körpermodifikationen gemeinsam: alle wurden von Riten der Naturvölker abgeleitet.
So gilt eine Frau eines afrikanischen Stammes erst dann als schön, wenn ihre Haut von präzise
angeordneten Narben übersät, oder ein Maori Mann erst dann als attraktiv, wenn sein Körper
von geometrischen Tätowierungen übersät ist.
In vielen Teilen der Welt dienen Tätowierungen dazu, die soziale Stellung oder Zugehörigkeit
des Trägers anzuzeigen.
In Europa galten Tätowierungen lange Zeit als Unterschichtsphänome (Seeleute, Rocker, Gefangene)
jedoch finden sie seit einigen Jahren die Toleranz, als Körperkunst akzeptiert zu werden.
Mit Allergien ist beim Tätowieren hingegen eher selten zu rechnen, wobei bei Piercing etc.
kleinere Entzündungen möglich sind.
Jedoch wer kennt nicht das altbekannte Sprichwort: "Wer schön sein will, muß leiden"
denn Tätowieren ist eine Kunst, kein Verbrechen.






